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Satzung (Foto: Bohbeh/shutterstock.com)

Erhöhter Krankenstand durch Erkältungskrankheiten

Hamburg, 30.01.2019. Ob der Krankenstand in Deutschlands Betrieben steigt oder fällt, hängt vor allem davon ab, wie stark die Erkältungswelle im Winter ausfällt. Die Techniker Krankenkasse (TK) meldet für 2018 einen leicht gestiegenen Krankenstand von 4,23 Prozent (+2,2 Prozent). Im Schnitt waren Erwerbspersonen im vergangenen Jahr 15,5 Tage krankgeschrieben, davon gingen zweieinhalb Tage auf das Konto der Atemwegserkrankungen.

Jeder sechste Fehltag erkältungsbedingt

Albrecht Wehner, bei der TK verantwortlich für die Gesundheitsberichterstattung: "Traditionell haben wir im Winter zwei Erkältungswellen - eine im November und eine in der zweiten Februarhälfte. Der Krankenstand hängt vor allem davon ab, wie stark diese ausfallen. 2018 ging gut jeder sechste Fehltag auf Schnupfen, Grippe und Co. zurück." Das entspricht einem Anstieg von fast zehn Prozent allein bei den Atemwegserkrankungen. Laut TK gäbe es sowohl mehr als auch längere Krankschreibungen.
Statistisch gesehen gingen im vergangenen Jahr fast vier von zehn Krankschreibungen auf eine solche Diagnose zurück. Jede atemwegsbedingte Krankschreibung dauerte durchschnittlich 6,6 Tage und damit 0,3 Tage länger als im Jahr zuvor.
Gegen Atemwegserkrankungen lässt sich präventiv nur wenig ausrichten, so der TK-Gesundheitsexperte: "Natürlich kann man zum Beispiel mit Sport viel für sein Immunsystem tun. Auch Hygienemaßnahmen erschweren die Übertragungswege, aber grundsätzlich kann man gegen Erkältungskrankheiten wenig machen. Sie müssen aber gut auskuriert werden."

Hohe Fehlzeiten auch bei Rücken und Seele

Anders sieht es bei Erkrankungen aus, die lebensstil - oder arbeitsbedingt sind. Psychische Störungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen gehören mit 2,8 bzw. 2,7 Tagen ebenfalls zu den Hauptursachen von Fehlzeiten. Bei Beschwerden, die auf Bewegungsmangel zurückgehen oder durch Stress verursacht werden, sieht Wehner Arbeitgeber und Beschäftigte in der Pflicht: "Hier lässt sich mit Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements viel vermeiden", erklärt Wehner. "Wir wissen inzwischen, dass auch eine ungesunde Arbeitskultur das Risiko für chronische Krankheiten und langfristige Abwesenheiten erhöht. Daraus resultieren wiederum hohe finanzielle Belastungen sowohl für das Gesundheitssystem als auch für das Unternehmen selbst."

Mecklenburg-Vorpommern reißt erstmals die 20 Tage

Regional gab es auch 2018 deutliche Unterschiede bei den Fehlzeiten. Den höchsten Krankenstand verzeichnete die TK in Mecklenburg-Vorpommern mit 5,49 Prozent. "Das entspricht durchschnittlich 20 Fehltagen pro Kopf, womit wir erstmals die Marke von 20 Fehltagen im Jahr in einem Bundesland erreicht haben", so Albrecht Wehner. Am niedrigsten lagen die Fehlzeiten auch 2018 in Baden-Württemberg mit durchschnittlich 12,7 Tagen bzw. einem Krankenstand von 3,48 Prozent. "In einem Betrieb mit 1.000 Mitarbeitern fehlten im vergangenen Jahr also in Mecklenburg-Vorpommern an jedem Tag im Schnitt 55 Beschäftigte, in Baden-Württemberg nur 35", rechnet Wehner vor.

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