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Satzung (Foto: Bohbeh/shutterstock.com)

Pillen im Bundesvergleich: Sachsen-Anhalt ist Hochburg für Arzneimittelverordnungen

Hamburg, 03.05.2019. In keinem anderen Bundesland wurden 2018 so viele Arzneimittel verordnet wie in Sachsen-Anhalt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach bekommen Sachsen-Anhaltiner mit 293 Tagesdosen pro Erwerbsperson über 70 Tagesdosen mehr verschrieben, als es beispielsweise in Baden-Württemberg der Fall ist. Sachsen-Anhalt liegt damit weit über dem Bundesdurchschnitt von 247 verschriebenen Tagesdosen je Erwerbsperson. Ebenfalls stark überdurchschnittlich sind die Verschreibungen im Saarland (276 Tagesdosen pro Kopf) und in Mecklenburg-Vorpommern (273 Tagesdosen pro Kopf). Vergleichsweise geringe Arzneiverordnungen verzeichnet neben Baden-Württemberg (221 Tagesdosen pro Kopf) auch Bayern (223 Tagesdosen pro Kopf). Auch in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen liegen die Verordnungszahlen mit 227 bis 235 Tagesdosen pro Kopf weit unter dem Durchschnitt.

Männer erhalten mehr Medikamente als Frauen


Männern werden im Durchschnitt mehr Arzneimittel verschrieben als Frauen. Der TK-Gesundheitsreport zeigt, dass Männern 2018 durchschnittlich 251 Tagesdosen verordnet wurden, Frauen 242. Dies sah vor einigen Jahren noch ganz anders aus. 2004 wurden Frauen rund 181 Tagesdosen jährlich verordnet, Männern 158 Tagesdosen. 2012 hat sich dieser Trend ins Gegenteil verkehrt: Inzwischen bekommen Männer fast zehn Tagesdosen pro Jahr mehr an Medikamenten verordnet als Frauen.

Fast jede zweite Pille für den Mann ist ein Herz-Kreislauf-Präparat


Deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern zeigen sich auch bei der Verordnung von Herz-Kreislauf-Präparaten. Bei rund 46 Prozent der Medikamente, die Männern verschrieben werden, handelt es sich um Arzneimittel gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei Frauen entfallen hingegen nur 25 Prozent der insgesamt verschriebenen Präparate auf Herz-Kreislauf-Medikamente.

"Dass Männer vermehrt Medikamente gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen verordnet bekommen, kann auf die Anfälligkeit des männlichen Geschlechts für diese Erkrankungen zurückgeführt werden", so Albrecht Wehner, Experte für Gesundheitsberichterstattung bei der TK. Die aktuellen Daten des TK- Gesundheitsreports zeigen, dass Männer 2018 mit durchschnittlich 0,6 Fehltagen pro Kopf auch länger aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen krankgeschrieben wurden als Frauen mit 0,45 Fehltagen pro Kopf.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen


Der TK-Gesundheitsreport bestätigt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu Recht als Volkskrankheit bezeichnet werden. Um Bluthochdruck und Co. effektiv entgegenwirken zu können, empfiehlt Wehner, den eigenen Alltag möglichst gesund und ausgeglichen zu gestalten. "Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung können Herz-Kreislauf-Erkrankungen lindern oder deren Entstehung sogar gänzlich verhindern", so der TK-Gesundheitsexperte.

Auch eine gute Stress-Balance kann sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System auswirken. Dies gilt laut Wehner auch und vor allem für den Arbeitsplatz. "Durch regelmäßige Ruhepausen und eine gute Arbeitsatmosphäre können auch im Betrieb gezielte Erholungsphasen für den Körper geschaffen werden", so Wehner weiter. Die TK unterstützt deshalb Unternehmen beim Aufbau betrieblicher Gesundheitsmanagementstrukturen sowie der Einführung von Kurs- und Beratungsangeboten.

Digitale Angebote nutzen, um gesund zu bleiben


Mit dem TK-GesundheitsCoach für Unternehmen können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern digitale Unterstützung bieten, um im Arbeitsalltag langfristig gesund und fit zu bleiben. Das interaktive, persönliche Coaching hilft dabei, die Ernährung zu optimieren oder die eigene Fitness aufzubauen. Es ist jederzeit online und für alle Mitarbeiter verfügbar.

Mit "TK Smart Relax" können Versicherte sich zudem Entspannungsübungen, Meditationen und Achtsamkeitstrainings per App aufs Handy holen, um schnell und einfach überall zu entspannen. Die App ist außerdem mit allen gängigen digitalen Assistenten, wie beispielsweise Alexa, kompatibel. So lässt sich auch zu Hause bequem und einfach abschalten.

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