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Satzung (Foto: Bohbeh/shutterstock.com)

TK-Chef Baas zur Organspende: Informieren, Entscheiden, Dokumentieren

Hamburg, 28.05.2019. Die Zahlen geben Anlass zur Hoffnung: Erstmals seit Jahren gibt es nach einem langen Abwärtstrend wieder mehr Organspender in Deutschland. Rund 1.000 Menschen spendeten letztes Jahr ihre Organe. Das ist im Vergleich zum Vorjahr (797 Spender) ein Plus von 20 Prozent. Dennoch warten immer noch rund 10.000 schwerkranke Menschen hierzulande auf ein lebensrettendes Spenderorgan.

Krankenhäuser stark machen


Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der Techniker Krankenkasse (TK): "Die Bereitschaft der Menschen Organe zu spenden, ist generell da. Durch meine Tätigkeit als Arzt in der Transplantations-Chirurgie kann ich aber auch sagen: Die Abläufe und Bedingungen in den Krankenhäusern müssen stimmen", so Baas. "Das neue Gesetz von Jens Spahn zur Stärkung der Krankenhäuser, ist ein wichtiger Schritt, Leben zu retten. Die Krankenhäuser bekommen jetzt mehr Zeit und Geld, um notwendige Strukturen in ihren Häusern zu schaffen."

Ethische Debatte ohne Fraktionszwang


Doch der Politik reicht die aktuelle Gesetzgebung nicht aus. Um die Bereitschaft der Menschen für eine Organspende zu steigern, gibt es zwei Gesetzesinitiativen. Da es sich um ein grundlegend ethisches Thema handelt, ist der Fraktionszwang aufgehoben.
Bereits seit letztem Jahr wirbt Gesundheitsminister Jens Spahn für die sogenannte doppelte Widerspruchslösung. Demnach ist jeder Bundesbürger automatisch nach seinem Tod Spender, wenn er oder seine Angehörigen nicht aktiv widersprechen. Eine andere Gruppe setzt sich hingegen für eine verbindliche wiederkehrende Abfrage in den Bürgerämtern ein, zum Beispiel bei Beantragung eines neuen Ausweises. Wer sich nicht entscheiden will, muss es auch nicht.

Organspenderegister: Digitalisierung sorgt für Transparenz


Baas: "Die Entscheidung zur Organspende ist sehr persönlich. Daher müssen die Vorschläge gesamtgesellschaftlich diskutiert werden. Wichtig ist, dass sich jeder Mensch aktiv mit dem Thema Organspende auseinandersetzt, eine Entscheidung trifft und diese auch dokumentiert."
Zurzeit ist dies in Deutschland nur auf einem Organspendeausweis möglich. Die Reformpläne sehen, wie in anderen europäischen Ländern auch, ein zentrales Register vor, in dem die Entscheidung dokumentiert wird. "Ein zentrales Register ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht jeder hat seinen Organspendeausweis immer dabei", so Baas. "Langfristig macht es Sinn, die Entscheidung 'Ja oder Nein' in der elektronischen Patientenakte zu hinterlegen. So hat jeder Hoheit über seine Daten und kann die Entscheidung jederzeit individuell anpassen, ohne großen bürokratischen Aufwand."

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